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Freud Leid
Lange ist es her als ich das letzte Mal von der
Sonneninsel Gran Canaria berichtete. Kein Tag ist wie der andere, denn wo ich gestern noch
lachte und mich freute, bedecken Tränen am nächsten Tag mein Gesicht.

Es war ein Tag wie jeder andere als ich an einer der
von mir hergerichteten Futterstellen ankam.

Die Sonne schien freundlich vom Himmel herab, doch in
meinem Inneren machte sich ein unruhiges Gefühl breit, da ich bereits einige Zeit
zuvor schon bemerkte, dass von den ca. 120 Katzen (welche ich regelmäßig versorge) fast
50 Katzen nicht mehr zu ihrem Futterplatz kamen.

Sollte es wirklich ein Tag wie jeder andere werden?
Weit gefehlt.
Ich machte mir Sorgen um die Tiere. Es musste was
passiert sein !
An diesem Tag fand ich sie. Mein Herz zog sich
zusammen und für Sekunden vergas ich zu atmen. Mit Entsetzen sah ich hinter einigen Büschen
die toten Katzen liegen. Das Blut aus den kleinen Mäulchen und den Nasen war geronnen.
Verkrampft lagen ihre kleinen -von Schmerz- gepeinigten Körpern auf dem Boden. Ich war
schockiert. Bis heute bin ich mir sicher, dass diese Katzen vorsätzlich vergiftet
wurden.
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Kinder dieser Welt

Dieses Erlebnis sollte nicht das letzte seiner Art
sein. In einer Wohnsiedlung hatte ich ebenfalls eine große Futterstelle eingerichtet, zu der
täglich zwischen 45 und 60 Katzen kamen um ihren Hunger und Durst zu stillen.

Als ich an diese Futterstelle kam, sah ich das
Dilemma. Zwei Wasserschüsseln und ein großer Futterspender waren komplett zerstört.
Ich sah mir die kaputten Dinge an und dachte mir, dies
sei das Werk von übermütigen Jugendlichen gewesen, die keine wirklich bösen
Absichten hatten.

Ich zog also gleich los und besorgte neue
Wasserschüsseln und einen großen Futterspender. Diesen füllte ich mit 4 Kilo
Trockenfutter und zusätzlich verteilte ich noch 20 Dosen Nassfutter. Die Samtpfoten sind ganz besonders
gierig auf das Nassfutter und einige „schreien“ sogar wenn ich die Dosen öffne. Ich vermute
mal, weil es ihnen zu langsam geht :o)

Und dem „Schmatzen“ nach zu urteilen schmeckt es den
Tieren vorzüglich :o)
Ich freue mich jeden Tag aufs Neue wenn ich zu den
Tieren gehe und es ist unbeschreiblich schön zu spüren, zu sehen und zu erleben, wie die
Katzen mir vertrauen.

Als ich am nächsten Tag wieder zu dieser Futterstelle
in der Wohnsiedlung kam, sah ich dasselbe Bild wie tags drauf. Die Wasserschüsseln und
der Futterspender waren kurz und klein geschlagen. Ich stand nur da. Ich war
fassungslos. Wie konnte man nur so etwas tun ? Warum ? Ich fing an die Scherben zusammen zu räumen
als auf einmal ein Anwohner vor mir stand und mich wütend und wild gestikulierend
beschimpfte. Mir wurde von diesem Menschen (Mensch
???) unmissverständlich klargemacht, dass diese „Dreckskatzen“ Mäuse fangen sollen oder aber einfach nur verhungern !
Am besten wäre aber noch – so dieser Mensch
(Mensch
???)- die Katzen sollten komplett von der Bildfläche verschwinden! Die Tiere würden alles in dieser Wohngegend verwüsten
und nachts wären die Schreie der Tiere und das Laufen auf den Hausdächern einfach
unzumutbar.
Und dann liebe Tierfreunde, gab mir dieser…….Mensch
(?) folgende Worte mit auf
den Weg:
„Sie sind hier unerwünscht und es wäre besser für sie,
wenn sie Land gewinnen! Sie wollen sich nützlich machen ? Dann kümmern sie sich um Kinder
und nicht um dieses Sch…Viehzeug“…………….
Wer ein Herz und eine Seele besitzt der weiß, dass
alle Tiere AUCH KINDER dieser Welt sind !
Seit dem Tag der Beschimpfungen fahre ich nur noch zu
sehr später Abendstunde in diese Wohnsiedlung und
füttere die „Kinder“ im Schutze der Dunkelheit.

Es ist phänomenal, denn die Tiere spüren es. Sie
spüren einfach alles und wenn ich ganz leise „pfeife“ oder nach ihnen rufe, dann kommen sie
aus all ihren Verstecken zu mir gelaufen. Mittlerweile habe ich einen „Klicker“ den
ich immer mit mir führe und die Katzen kennen das Geräusch. Es ist toll. Sobald ich zwei Mal
den Klicker betätige, kommen sie ebenfalls zu mir gelaufen.
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Warum nur?

Am nächsten Tag sah ich –ca. 5 Kilometer von der
Wohnsiedlung entfernt- vier kleine Katzenkinder an einer Bauruine spielen.

Übermütig tobten sie ausgelassen im Schutt. Ihre
großen Kulleraugen leuchteten und ich musste lächeln. Unbefangen und doch so hilflos leben
sie in einer Welt voller Hass, Gewalt und Missgunst. Ich hielt nach der Katzenmama Ausschau,
die eigentlich in der Nähe ihrer Kinder sein sollte.

Aus der Ferne konnte ich das Muttertier sehen, doch zu
groß war ihre Angst vor mir. Ich verstand ihre Angst, denn keiner weiß, was sie schon
durch Menschenhand erleben musste.
Die vier Katzenkinder waren ebenfalls scheu und ich
beschloss, das Vertrauen der Tiere zu gewinnen.

Jeden Tag fütterte ich die Katzen und sprach leise und
behutsam zu ihnen. Ganz langsam legte sich ihre Scheu und sie kamen immer näher. Zwar
konnte ich sie noch nicht streicheln und sie hielten noch großen Abstand vor mir, doch ich
merkte, dass mein Wunsch ihnen zu helfen, von den Tieren verstanden wurde.

Mein Herz freute sich jeden Tag aufs Neue über die
Fortschritte. Nach einer guten Woche schlug die Realität wieder zu. Die Katzenmama war
nicht da. Ich sah sie nicht. Egal wo ich auch suchte, egal wie ich nach ihr rief. Sie kam
nicht.
Ich fing an mir große Sorgen zu machen………und
dann………dann fand ich den abgeschnittenen Schwanz der Katzenmama…………

Ich kann nicht in Worte fassen, was ich heute wie auch
damals empfand.
Warum haben Tiere keine Daseinsberechtigung auf dieser
Welt ?
Warum nehmen wir Menschen uns das Recht heraus, die
Welt gehöre uns ?
Warum werden Tiere gequält, misshandelt und erniedrigt
?
Warum können Mensch & Tier nicht friedlich zusammen
leben ?
Warum denken Menschen nicht ?
Warum ……….?????
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Einsam, aber geliebt
Neben den vielen Streunerkatzen auf der Sonneninsel,
gibt es auch vereinzelt den einen oder anderen Hund. Wie dieser große braune Hundebub:

Er lebt an einem abgelegenen Marktplatz. Neugierig
schaut er drein und obwohl er alleine durch die Straßen zieht, so wird er regelmäßig
gefüttert.
Er ist bei vielen Menschen bekannt und sie mögen ihn
sehr.

Eine alte Steinhöhle bietet diesem Hundebub Schutz vor
Regen und der Sonne.

Keiner von uns kennt seine Vergangenheit und würde er
uns seine Geschichte erzählen, wäre diese bestimmt lang.

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Karatetiger (Palmeral)

Immer wieder kommen neue Katzen zu den eingerichteten
Futterstellen.

Nach recht kurzer Zeit weiß ich genau, welche Tiere
von Beginn an dabei waren, welche Katzen fehlen und welche Tiere neu sind. So wie dieser
große braune Kater:

Er ist seit kurzem dabei und ist kein wirklicher
Schmusekater. Sein lautes
Fauchen und sein Schlagen mit den Pfoten stuft ihn eher in die
Kategorie „Karatetiger“ ein
:o)

Wenn ich nicht schnell genug das Nassfutter hinstelle,
bekomme auch ich seine Krallen zu spüren. Er besitzt keine Spur von Angst, sondern geht
sofort zum Angriff über.

Es ist sehr stark verfilzt und sein Fell müsste
unbedingt von Flöhen und Milben befreit, sowie gebürstet werden.
In den nächsten Tagen werde ich versuchen, ihn mit
Hilfe einer Falle zu bekommen und dann wird der Rabauke kastriert und rundherum versorgt
!

Unglücklicherweise musste ich auch in Palmeral
feststellen, dass seit ca. 4 Wochen ungefähr 12
Katzen fehlen…….Es handelt sich bei diesen verschwundenen Katzen
alle um
kastrierte Tiere.. ………
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Körperpflege nein danke
Und so sieht es aus, wenn eine Samtpfote NEIN DANKE
sagt:

Doch Körperpflege muss sein. Vor allem wenn das Fell
stark verfilzt ist ! Um Hautirritationen zu vermeiden und auch das Fell von Ungeziefer zu
befreien, muss das Büsten einfach sein !

Na siehst Du meine Samtpfote, geht doch. Ist das nicht
angenehm ??
Den Kratzern nach zu urteilen eher doch nicht :o) Aber
es hat sich gelohnt, denn ich konnte unheimlich viel Filz aus dem Fell rausbürsten !!!

Dies waren die aktuellsten Ereignisse von Gran
Canaria. Es ist nicht einfach, doch dessen war ich mir seit Anfang an bewusst.
Mir wäre schon sehr geholfen, wenn ich “nur“ für die
Tiere kämpfen könnte, doch stattdessen muss ich mich noch zusätzlich „gegen Menschen und
deren Unvernunft wehren“.
Ich danke Ihnen sehr für den Moment und hoffe, Sie
begleiten mich auch weiterhin wenn es heißt:
„Das Assisi Streunerprojekt auf Gran Canaria ist noch
lange nicht zu Ende“
Und so können Sie helfen:
-
Wir brauchen noch dringend Futterspenden.
-
Für medizinische Versorgung und Kastrationen der
Katzen sind wir auf Spenden angewiesen.
-
Viele
schwer verletzte Vierbeiner haben das Budget vom Assisi mehr
als stark beansprucht, bitte unterstützen Sie uns.!
Bitte helfen Sie uns - nur durch Ihre
Hilfe ist es uns möglich die aktive Hilfe vor Ort zu leisten
Regelmäßig Futter. Was für die von uns geliebten
Katzen und Hunde, die zu unseren Familien gehören,
selbstverständlich ist, ist für die vielen Straßentiere meist nur
ein unerfüllter Traum.
Zwar können die Tiere in den von uns betreuten Kolonien darauf
vertrauen, dass sie mit dem Nötigsten versorgt werden. Aber oft
ist es eben auch nicht mehr als das. Und wenn neue Katzen die
Kolonie vergrößern, weil sie irgendwo verjagt wurden und auf der
Suche nach einem neuen, sicheren Plätzchen dazu stoßen oder
einfach von jemandem an diesem Ort ausgesetzt wurden, gelangen wir
schnell an die Grenzen unserer Kapazitäten.
Ohne SIE, ohne tierliebe Menschen, die uns bei unserer
Tierschutzarbeit nicht nur mit Sachspenden, sondern auch den
unverzichtbaren Geldspenden unterstützen, sind unserer Hilfe
Grenzen gesetzt und für viele ungewollte und geschundene
Tierseelen bedeutet das in Folge unsagbares Leid.
Um weiterhin effizient und schnell reagieren und den Tieren
uneingeschränkte Hilfe zukommen lassen zu können, bitten wir Sie
von Herzen, uns bei unserer ehrenamtlichen Arbeit
finanziell unter die Arme zu greifen. Jeder gespendete Euro
kommt direkt der Tierhilfe zu Gute.
Wenn Sie uns gerne einmalig oder aber monatlich
unterstützen möchten, Spenden
Sie auf unten stehendes Konto.
Spendenkonto
Tierhilfe Assisi
Sparda-Bank Südwest eG
KTO: 106021549
BLZ: 55090500
Verwendungszweck: Futter oder Kastrationsspende
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Mit herzlichen Grüßen an Sie
Ihr Assisi Team |